Paratuberkulose 1 | ||||||||||||
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1. und 2. Zubildungen von eosinophilen epitheloiden Makrophagen (1) zu Lasten des Funktionsgewebes (2). Rind, Ileum.H.-E.-Färbung, 5x; 10x. | 3. Umwandlung der Schleimhaut in unverstreichbare hirnwindungsähnliche Falten. Rind, Ileum. | |||||||||||
Die chronische Paratuberkulose (Johnesche Krankheit), verursacht durch Mycobacterium paratuberculosis, wurde 1895 durch den Pathologen der damaligen Tierärztlichen Hochschule Dresden, Heinrich Albert Johne, beschrieben. Es erkranken Rind, Schaf, Ziege und andere Wiederkäuer. Nach oraler Aufnahme dringen die Erreger in die Mukosa des Dünndarms ein und werden von Makrophagen phagozytiert. Dabei werden die Erreger nicht nur nicht abgetötet, sondern sie vermehren sich in großer Zahl innerhalb der Phagozyten, wie aus Bild 5 ablesbar ist. Die erfolglose Beherrschung des ursächlichen Agens ruft immer neue Monozyten/Makrophagen herbei, die das funktionelleGewebe zunehmend verdrängen und druckatrophisch vernichten (Bilder 1, 2, 4) und zu einer beim Rind schließlich beträchtlichen Verdickung der inneren Dünndarmwand führen (Bild 3). Diese Verdickung ist bei kleinen Wiederkäuern wegen der sehr schmalen Dünndarmwand weitaus weniger offensichtlich. Eine Generalisierung des Geschehens findet in der Regel nicht statt. Die erkrankten Tiere magern wegen Malabsorption und unstillbaren Durchfalls bis zur völligen Entkräftung ab. | ||||||||||||