Hepatitis contagiosa canis | |||||||
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1. Basophile Einschlußkörperchen in den Leberzellkernen als Zeichen der Multiplikation des kaninen Adenovirus. Hochgradige Hyperämie der Sinusoide. H.-E.-Färbung, 60x. | 2. Ödem der Gallenblasenwand. Hochgradige Hyperämie der Leber. Hepatitis contagiosa canis. | ||||||
Die Hepatitis contagiosa canis (HCC) wurde 1947 von dem Stockholmer Veterinärpathologen Sven Rubarth erstmalig beschrieben. Sie wird durch das gleiche kanine Adenovirus 1 verursacht, wie die bereits seit 1927 bekannte Fuchsenzephalitis. Im Vordergrund des Sektionsbildes stehen beim Hund massive allgemeine Zirkulationsstörungen verbunden mit Hämorrhagien im Magen-Darm-Kanal und Ödembildungen unter anderem in der Gallenblasenwand (Bild 2). Die Leber ist dunkelrot und bei der histologischen Untersuchung fällt ebenfalls die hochgradige, alle Sinusoide des Leberläppchens betreffende Hyperämie auf (Bild 1). Darüber hinaus lassen sich in zahlreichen Leberzellkernen runde, überwiegend eosinophile Einschlusskörperchen (Typ Cowdry A) nachweisen. Sie kontrastieren sehr deutlich gegenüber einem hellen Hof. Die Kernwand zeigt Hyperchromatose. Kerneinschlusskörperchen (KEK) sind in geringerer Zahl auch in Endothelzellen der Leber und anderer Organe nachzuweisen, wobei sie sich der ovalen Kernform dieser Zellen anpassen. Elektronenmikroskopisch wird deutlich, dass die KEK kristallähnliche Aggregate des ursächlichen Adenovirus enthalten. Abgesehen von einem Ödem des Disseschen Raumes fehlen entgegen der Krankheitsbezeichnung meistens weitere Entzündungsmerkmale, so auch in vorliegendem Fall (Bild 1). Differentialdiagnostisch zu beachten ist die kanine Herpesvirus-Infektion, die zu von der HCC kaum zu unterscheidenden histologischen Bildern führt. Die HCC nimmt einen in der Regel schnellen und tödlichen Verlauf. Da die Tier nicht selten aus scheinbarer Gesundheit heraus sterben, entsteht mitunter der Verdacht auf eine Vergiftung. | |||||||