Mastitis necroticans-haemorrhagica
hämorrhagische GewebenekroseMastitis necroticans-haemorrhagica durch Escherichia coli, Rind
1. Völlige Epithelnekrose der in ihren Umrissen noch er- kennbaren Alveolen (1), hochgradige Hyperämie und Hämo- rrhagie (2). Escherichia-coli-Mastitis, Kuh. H.-E.-Färbung, 10x.
2. Unterhautödem, Fibrin in der Zisterne, dunkelrot gefärbtes Eutergewebe. Escherichia-coli-Mastitis, Kuh.

Die hämorrhagisch-nekrotisierende Mastitis wird durch großflächigen Gewebeuntergang, umfangreiche Blutungen sowie je nach zeitlichem Stadium mehr oder weniger deutliche entzündliche Merkmale charakterisiert. In vorliegendem Beispiel (Bild 1) lassen sich wegen des in wenigen Stunden eingetretenen letalen Ausgangs gar keine reaktiven Zeichen erkennen.
Das makroskopische Aussehen wird durch das Bild 2 recht anschaulich wiedergegeben: feuchte oder bei starker Fibrinbildung auch trockene dunkelrote Schnittfläche, Unterhautödem. Das gespannte Gewebe läßt sich postmortal leicht durchschneiden. Die besonders stark betroffene zisternale Region weist deutlich auf den aszendierenden (galaktogenen) Infektionsweg hin.
Wegen des oft stürmischen und klinisch überaus schweren Verlaufs wird diese Entzündungsform auch als Mastitis acuta gravis bezeichnet.
Ursachen sind unter anderen beim Rind: Escherichia coli, Klebsiella pneumoniae, Bacillus cereus, Clostridium perfringens, Arcanobacterium pyogenes ; beim Schaf: Staphylococcus aureus.