Lobulär-infiltrierende Eutertuberkulose 1 | |||||||
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1. Infiltration des intralobulären Michdrüsengewebes durch Riesenzellen vom Langhans-Typ (1), Epitheloidzellen (2), Lymphozyten, Plasmazellen. Reste von milchbildendem und -ableitendem Gewebe (3). Lobulär-infiltrierende Eutertuberkulose, Rind. H.-E-Färbung, 10x. | 2. Einbruch von Epitheloidzellen, Langhans-Riesenzellen, polymorphkernigen Leukozyten in einen Milchgang (1). Rind, lobulär-infiltrierende Eutertuberkulose. H.-E-Färbung, 32x. | ||||||
Diese Form der bovinen Euterentzündung ist im interlobulären Gewebe lokalisiert, das von Epitheloidzellen, Langhansschen Riesenzellen mit schalenartig in der Peripherie gelegenen Zellkernen, Lymphozyten, Plasmazellen und Makrophagen infiltriert wird (Bild 1). Granulombildungen bleiben ebenso aus wie Nekrosen (Verkäsungen). Das Drüsengewebe geht aber nach und nach druckatrophisch zugrunde. Die lobulär-infiltrierende Eutertuberkulose entsteht wie alle tuberkulösen Euterentzündungen (Miliartuberkulose, Mastitis tuberculosa caseosa) durch hämatogene Infektion durch Mycobacterium bovis. Es handelt sich um eine chronische Organtuberkulose. Einbrüche von bakterienhaltigen Entzündungszellen in die Hohlräume des Organs (Bild 2) signalisieren die Ausbreitung des Geschehens auf intrakanalikulärem Wege und, dass es sich um eine "offene" Tuberkulose handelt. Das makroskopische Aussehen ist in Bild 3 dargestellt. | |||||||