Anthracosis pulmonum | |||||||
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1. Ansammlung kohlenstaubbeladener Makrophagen (1) zwischen einem Bronchus (2) und einem Blutgefäß (3). Anthrakose der Lunge, Hund. H.-E.-Färbung, 10x. | 2. Schwarze, dreieck- oder sternförmige Herde im hellrosa gefärbten, zufällig emphysematösen Lungengewebe. Anthrakose, Hund. | ||||||
Inhalierte kleine Kohlenstaubpartikel werden durch in der Alveolarwand lokalisierte Makrophagen phagozytiert. Diese Zellen können in das Alveolarlumen desquamiert und anschließend expektoriert werden oder sie gelangen in das Lungeninterstitium (Bild 1) und auf lymphogenem Wege in die regionären Lymphknoten. Die Anthracosis pulmonum gehört zu den Staubinhalationskrankheiten (Pneumokoniosen). Während der chemisch und physikalisch inaktive Kohlenstaub in der Lunge keine weiteren Erscheinungen auslöst, verursachen kristalline Stäube wie Quarz (Silikose) und Asbest (Asbestiose) granulomatöse Entzündungen, Lungenfibrose und chronische Emphyseme. Besonders folgenschwer kann die Einatmung potentiell kanzerogener radioaktiver Partikel sein. Antigene Staubpartikel können ein pulmonales Arthus-Phänomen (exogen-allergische Pneumonie) in Form des Farmerlungensyndroms (durch thermophile Aktinomyzeten und Pilzsporen) , des Vogelhalterlungensyndroms (durch Hautschuppen von Tauben) und zahlreiche andere Krankheiten verursachen. Bei Pferden und Rindern gibt es dem Farmerlungensyndrom ähnliche Erkrankungen. | |||||||