Zirrhose 1
Zunahme des inter- und intralobulären BindegewebesZunahme retikulärer Fasern, Gomori-Färbung
1. Zunahme des intra- (1) und interlobulären (2) Bindegewebes. Gallengangsproliferation (3).Leberzirrhose, Hund. H.-E.-Färbung, 5x.
Zunahme des intralobulären Bindegewebes, Umwandlung der retikulären in kollagene Fasern. Zirrhose, Leber, Hund. Gomori-Färbung, 20x.

Die Zirrhose entsteht als Folgeerscheinung einer Reihe von Lebererkrankungen, die mit  Schädigungen sowohl der parenchymatösen als auch der mesenchymalen Organkomponenten einhergehen. Dabei kommt es nach herdförmigem Parenchymverlust zu einem Umbau der Leberarchitektur durch
  • Umwandlung der perisinusoidalen argyrophilen Gitterfasern in derbere kollagene Fasern (Bild 2),
  • Zunahme dieser intralobulären Fasern mit dem Ergebnis der Aufspaltung von Leberläppchen in sogenannte Pseudolobuli.   
Darüber hinaus sind eine (bei flüchtiger Betrachtung des Schnittpräparates sogar im Vordergrund zu stehen scheinende) Zunahme auch des interlobulären Fasergewebes sowie  Proliferationen der Gallengänge (Bild 1) festzustellen.  
Folge der irreversiblen Leberzirrhose ist eine Organinsuffizienz wegen des Schwundes funktionsfähigen Gewebes.  
Kausal sind zu berücksichtigen:
  • toxische Ursachen,
  • infektiös-toxische Ursachen (Salmonellen, Brucellen, Klostridien),
  • Parasitosen.
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