Mareksche Krankheit | |||||||
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1. Auftreibungen oder Kompressionen der Achsenzylinder, verbunden mit Demyelinisierung (1), Infiltration des Endoneuriums durch Lymphozyten, Plasmazellen, Makrophagen (2), Vergrößerung und Proliferation Schwannscher Zellen (3). Klassische Mareksche Krankheit. Huhn, Nervus ischiadicus. H.-E.-Färbung, 40x. | 2. Um ein Mehrfaches verdickter, graurosa gefärbter Nervus ischiadicus (oben), unveränderter, silbrig-weißer N. ischiadicus (unten). | ||||||
Die Mareksche Krankheit (MK) wird durch das gallid Herpes Virus 2 hervorgerufen und ist als proliferative und neoplastische Erkrankung zu definieren. Die MK war früher unter anderem auch als infektiöse Hühnerlähmung und Neurolymphomatosis gallinarum bekannt. Zweifel über eine ätiologische Verwandtschaft mit der aviären Leukose wurden erst mit der Identifizierung der Erreger ausgeräumt. Die Virusausscheidung erfolgt über die Federfollikel. Bei dem hier demonstrierten Beispiel handelt es sich um die sogenannte klassische Form der MK, gekennzeichnet durch eine der Neuritis ähnlichen Form von Degeneration peripherer und autonomer Nervenfasern, verbunden mit Infiltrationen von Lymphozyten, Plasmazellen und Makrophagen und einer mehr oder weniger starken Proliferation von Schwannschen Zellen. Die damit verbundene Umfangsvermehrung lässt sich nicht nur an den Nerven des Achsel- und Lendengeflechtes (Bild 2), sondern auch an autonomen Nerven wie Nervus (N.) cervicalis und N. vagus nachweisen. Als weitere Veränderung kann eine Iridozyklitis aufteten. Infektionen bei Küken und Junghühnern führen demgegenüber zur Ausbildung lymphatischer Geschwülste vom T-Lymphozytentyp in viszeralen Organen sowie der Haut. | |||||||