Feline infektiöse Peritonitis | |||||||
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1. Hochgradige Fibrinauflagerungen an der Leberoberfläche. Dilatierte Gefäße und zellige Infiltration im Bereich der Serosa. Feline infektiöse Peritonitis, Hauskatze. H.-E.-Färbung, 10x. | 2. Fibrinauflagerungen und herdförmige Ansammlungen von Entzündungszellen an der Leberoberfläche: fast ausschließlich Makrophagen und Plasmazellen. Feline infektiöse Peritonitis, Hauskatze. H.-E.-Färbung, 20x. | ||||||
Die Feline infektiöse Peritonitis (FIP) wird durch ein intrauterin oder oral aufgenommenes Corona-Virus hervorgerufen. In der Pathogenese spielen zwei Zellpopulationen eine besondere Rolle: Monozyten/Makrophagen und B-Lymphozyten/ Plasmazellen. Der Erreger wird von Monozyten und Makrophagen phagozytiert, aber nicht abgetötet. Es kommt im Gegenteil zu einer intrazellulären Virusvermehrung und zu einer Erregerausbreitung mit Hilfe dieser mobilen Zellen. Beim Makrophagenzerfall werden schließlich prophlogistische Mediatoren freigesetzt, die eine Heraufsetzung der Gefäßpermeabilität bewirken, die Bluteiweißen, darunter auch Fibrinogen, den Durchtritt durch die Gefäßwände gestatten. Die vom Abwehrsystem des Organismus produzierten Antikörper haben offensichtlich keine protektive Wirkung. Vielmehr entstehen infolge fortlaufender Stimulierung größere Mengen von Immunkomplexen, die zu einer Komplementaktivierung und damit zur Freisetzung ebenfalls prophlogistischer Komplementkomponenten führen. Der Nachweis von Makrophagen und Plasmazellen am Ort der Fibrinablagerungen (seröse Häute, Hirnhäute) ist somit nicht nur von pathogenetischem Interesse, sondern auch von diagnostischem Wert. | |||||||