Aviäre Lebertuberkulose 1
riesenzelliges GranulomRiesenzellen vom Fremdkörpertyp als Begrenzung zur zentralen Nekrose
1. und 2. Älteres Granulom. Eosinophile zentrale Koagulationsnekrose (1). Nekrose mit Zellkernresten (2), palisadenartig angeordnete  Riesenzellen vom Fremdkörpertyp, deren Zellkerne im peripheren Pol der Zelle angeordnet sind (3). Epitheloid- zellen (4). Makrophagen, Lymphozyten, Plasmazellen (5). Lebergewebe (6). Huhn, Leber. H.-E.-Färbung, 20x und 40x.

Das morphologische Bild der Vogeltuberkulose unterscheidet sich in einigen Punkten von der Säugetiertuberkulose. Beiden gemeinsam ist der Granulomcharakter der Entzündung; die miliaren Granulome bestehen aus Epitheloidzellen, und sie sind gefäßlos, so dass, zentral beginnend, eine Nekrose (Verkäsung) einsetzt.
Bei der Vogeltuberkulose werden durch Fusion von monozytogenen Zellen Riesenzellen gebildet, deren Kerne nicht wie bei der Säugetiertuberkulose schalenartig in der Peripherie liegen, sondern ein Konglomerat an dem der Nekrose abgewandten Pol der phagozytierenden Zelle bilden, so dass eine Ähnlichkeit mit Riesenzellen bei durch Fremdkörper ausgelösten Granulomen entsteht. Außerdem umschließen die Riesenzellen palisadenartig die Verkäsung.
Die angrenzende Schicht des Granuloms besteht überwiegend aus Epitheloidzellen. In der Peripherie werden zunehmend auch Lymphozyten, Plasmazellen und Makrophagen angetroffen.
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