Teleangiektasie 1 | ||||||||
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1. Kavernenartig erweiterte, mit Blutbestandteilen gefüllte Lebersinusoide, wodurch die Leberzellbälkchen zum Teil komprimiert werden (1). Leber, Rind. H.-E.-Färbung, 5x. | 2. In der Detailaufnahme ist die endotheliale Auskleidung der blutgefüllten Hohlräume gut zu erkennen. Lokal bestehen subendotheliale Spalten: der durch Flüssigkeitsansammlungen erweiterte Dissesche Raum (1). H.-E.-Färbung, 20x. | |||||||
Die Teleangiektasie (Erweiterung von Ferngefäßen, also von Kapillaren) betrifft die Lebersinusoide umschriebener Leberbezirke wahllos und ohne Bezug auf die Läppchentopografie. Damit läßt sich diese Form der Blutfülle sowohl histologisch als auch makroskopisch von der läppchenbezogenen aktiven oder passiven Hyperämie der Leber unterscheiden. Abgesehen von Kompressionsatrophie der zwischen den Kavernen gelegenen Leberbälkchen, gelegentlichen wandständigen Thromben und reaktiven Fibrosierungen bleibt die Teleangiektasie der Rinder ohne wesentlichen Krankheitswert. Hinsichtlich der Ursache gibt es nur Vermutungen. Fest steht aber, daß es sich um ein erworbenes Leiden handelt. Beim Rind sind ältere Kühe betroffen, so dass Zusammenhänge mit Trächtigkeit und Geburt nicht auszuschließen sind. Bei alten Katzen können Teleangiektasien gemeinsam mit regressiven Veränderungen beobachtet werden. | ||||||||