Infektiöse Anämie 1 | ||||||||
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1. und 2. Hämosiderinhaltige, blau gefärbte Sternzellen und Monozyten. Rot gefärbte Lymphozyten ("Lymphoidzellen") bevorzugt im zentrolobulären Bereich. Pferd, infektiöse Anämie. Turnbullsblau-Reaktion, Kernechtrot. 20x, 40x. | ||||||||
Die infektiöse Anämie der Einhufer ist eine systemische lymphoproliferative Krankheit, die durch ein nichtonkogenes Retrovirus hervorgerufen wird. Der Erreger multipliziert sich in Monozyten und Makrophagen und persistiert lebenslang im infizierten Organismus, indem er sich der Immunabwehr durch fortlaufende Änderung der Antigeneigenschaften entzieht. Es werden pathogene Antigen-Antikörper-Komplexe gebildet. Neben septikämischen Zeichen ist die Anämie ein charakteristisches Krankheitsmerkmal. Sie entsteht durch Erythropoesehemmung, vorwiegend aber durch Erythrozytolyse nach Anlagerung pathogener Immunkomplexe an die roten Blutzellen. Das dabei in größerer Menge freigesetzte Hämosiderin wird hauptsächlich in den Sternzellen der Leber gespeichert, da der gewöhnliche Hauptspeicherort Milz wegen starker Lymphoidzelleninfiltration nicht in Anspruch genommen werden kann (siehe infektiöse Anämie 2). | ||||||||