Leptomeningitis leucocytaria | |||||||
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1. Hochgradige Verbreiterung von Arachnoidea und Pia mater durch Entzündungszellen und Exsudat (1), Hyperämie und Hämorrhagie kortikaler Gehirngefäße (2). Koli-Sepsis, Kalb. H.-E.-Färbung, 5x . | 2. Hyperämie und Hämorrhagie in Leptomeninx und Gehirn bei exsudativer Hirnhautentzündung. Koli-Septikämie, Kalb. | ||||||
Bei Entzündungen der Hüllen zentralnervöser Organe sind zu unterscheiden:
Leptomeningitiden sind eine häufige Begleiterscheinung von Hirn- und Rückenmarkentzündungen. Als primäres Phänomen treten sie bei infizierten Traumen von Schädelkapsel und Wirbelsäule auf. Häufiger entwickeln sie sich in der Folge bakterieller Septikämien. Folgende Formen sind möglich:
Die vorliegende L. leucocytaria führt zu einer erheblichen Kompression der Hirnsubstanz, da die Schädelkapsel eine periphere Ausdehnung des Exsudates verhindert. Mindestens ebenso schädigend sind die örtliche Freisetzung von Bakterientoxinen, Zellzerfallsprodukten und Entzündungsmediatoren. Daraus ergeben sich ein schwerer und schneller Krankheitsverlauf, der ein wesentliches Übergreifen der Entzündung auf die zentralnervöse Substanz gar nicht mehr zulässt. | |||||||